Frauenarzt München Dr Gundakar Wenzl Gynäkologe München - Sendling am Waldfriedhof

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ß-Streptokokkenabstrich

Streptokokken sind kleine Bakterien, die normalerweise nur im Darm vom Menschen vorkommen. Durch Schmierinfektionen können sie bei der Frau auch in die Scheide gelangen und dort eine Infektion auslösen.
In den meisten Fällen bleibt eine Infektion unbemerkt. Gelegentlich führt sie zu Ausfluß.

Bei der Mutter kann es zu Blasenentzündungen bis hin zur Nierenbeckenentzündung kommen. Darüberhinaus kann eine Streptokokkeninfektion zu vorzeitigen Wehen und vorzeitigem Blasensprung mit der Konsequenz einer Frühgeburt führen. Nach der Entbindung kann es zur Entzündung der Gebärmutterhöhle, der sogenannten Endometritis oder dem Kindbettfiber kommen.
Die Übertragungsrate der Streptokokken von der Mutter auf das Kind bei eienr normalen vaginalen Geburt beträgt 50-60%. Das Erkrankungsrisiko bei reifen Neugeborenen beträgt 0,5-1 %. Bei Frühgeburten oder untergewichtigen Kindern liegt das Erkrankungsrisiko jedoch deutlich höher bis zu 100%.
Innerhalb von 24 bis 28 Stunden nach der Geburt, koönnen sich alle Symptome einer Blutvergiftung (Sepsis) zeigen:

  • hohes Fiber
  • Atemproblematik als Ausdruck einer Lüngenentzündung
  • selten Krampfanfälle in Folge einer Hirnhautentzündung
  • Organversagen

Werden bei dem Abstrich Streptokokken Gruppe B nachgewiesen, ist eine sofortige antibiotische Behandlung nicht sinnvoll, da es nach Beendigung der Antibiose häufig zu einer erneuten Infektion kommt. Sinnvoller ist die Antibiotikagabe unter der Geburt, um die Infektion des Kindes zu verhindern. Dieses Antibiotikum ist für Sie und Ihr Baby nicht gefährlich.

Durchführung des Streptokokkenabstriches
Der Streptokokkenabstrich wird am besten zwischen der 35. und 37. SSW durchgeführt. Er kann im Rahmen einer normalen Schwangerschafts-
vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden. Das Ergebnis liegt nach 3-4 Tagen vor.

 

 

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