Frauenarzt München Dr Gundakar Wenzl Gynäkologe München - Sendling am Waldfriedhof

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Wenn das Wunschkind auf sich warten läßt

Frauenarzt Münschen WunschkindWo liegen die Ursachen, welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es und wie erfolgreich sind sie ?
Viele Paare wünschen sich sehnlichst ein Baby. Doch nicht immer geht dieser Wunsch in Erfüllung. Man schätzt, daß nahezu jede siebte Ehe ungewollt kinderlos bleibt. In vielen Fällen liegen organisatorische Ursachen oder hormonelle Störungen vor, die heute mit Hilfe fortschrittlicher Methoden behoben werden können. Manchmal sind es jedoch auch psychische Probleme, die einer Schwangerschaft im Wege stehen.

Paare brauchen zunächst einmal Geduld.

Der Wunsch nach einem Kind erfüllt sich oft nicht sofort nach dem Weglassen von Verhütungsmitteln. Auch bei völlig gesunden Paaren kann es bis zu einem Jahr dauern, bis es zu einer Schwangerschaft kommt. Vorausgesetzt Sie haben einen regelmäßigen Zyklus, sollten Sie und Ihr Partner sich so viel Zeit gönnen, bevor Sie einen Arzt zu Rat ziehen.

Sie stehen mit Ihrem Problemen nicht allein.

Etwa 15% aller Paare warten vergebens auf ein Kind. Die Ursachen liegen etwa zu gleichen Teilen (je 40%) beim Mann und bei der Frau. In vielen Fällen finden sich Störungen bei beiden. Und bei ungefähr 10% kann überhaupt kein Grund festgestellt werden.

Die fruchtbarsten Tage liegen in der Zyklusmitte.

Jeden Monat aufs neue richtet sich der weibliche Körper auf eine Empfängnis ein. Doch bevor es zu einer Schwangerschaft kommt, müssen viele Faktoren zusammenpassen. Nur in der Zeit um den Eisprung, also in der Zyklusmitte, kann es überhaupt zu einer Befruchtung kommen. Die weibliche Eizelle ist dann höchstens 24 Stunden befruchtungsfähig. In dieser Zeit ist eine Empfängnis möglich. Die Spermien müssen jetzt entweder rasch den Weg durch die Gebärmutter und die Eileiter zurücklegen oder sie warten dort bereits auf die Eizelle, wenn der Geschlechtsverkehr vorher stattgefunden hat. Denn im Körper der Frau sind sie bis zu 48 Stenden lebensfähig. Eine geglückte Verschmelzung von Ei- und Samenzelle garantiert jedoch noch keine Scwangerschaft. Man schätzt, daß sich nur jeder dritte Keim weiterentwickelt und in der Gebärmutter einnistet.

Was der Arzt tun kann.

In die Suche nach den Ursachen der Unfruchtbarkeit und die späteren Behandlungen sollten Sie immer Ihren Partner mit einbeziehen. Zum Kinderkriegen gehören nun immer zwei. Besonders wenn es dabei Schwierigkeiten gibt, ist es wichtig, sich auf den Zuspruch und die Unterstützung des anderen verlassen zu können.

Die Untersuchung beim Frauenarzt

45In einem Vorgespräch wird Ihr Frauenarzt Ihnen zunächst einige Fragen stellen, zum Beispiel wie lange Sie sich schon ein Kind wünschen, nach Ihrem Sexualleben und nach der Zykluslänge. Ihr Arzt wird Sie auch nach früheren schweren Erkrankungen und Operationen fragen und Sie anschließend untersuchen.Eine weitere Untersuchung sollte dann möglichst ganau zur Zyklusmittestattfinden. Dabei analysiert Ihr Frauenarzt den Schleim des Gebärmutterhalskanals und sucht eventuell nach beweglichen Samenzellen. Zu diesem Zeitpunkt sollte auch die mit Hilfe von Ultraschall danach beurteilt werden, ob sie sich zeitgerecht entwickelt haben. Falls Sie Unregelmäßigkeit in Ihrem Zyklus haben, wird Ihnen Ihr Frauenarzt zur Überprüfung des Hormonsspiegels dann noch eine Blutprobe entnehmen. Sie gibt weiteren Aufschluß über den Stand der Eireifung.

So werden Störungen beim Mann festgestellt.

Eine Sperma-Analyse gibt dem Arzt Auskunft über die Beschaffenheit der männlichen Samenzellen. Aus der Samenprobe macht das Labor das sogenannte Spermiogramm: Unter dem Mikroskop werden die Samenzellen gezählt und ihre Form und Beweglichkeit beurteilt. Werden hier Störungen festgestellt, kann oft eine Hormonanalyse weitere Aufschlüsse geben.

Auf der Suche nach der fruchtbaren Zeit.

Damit sind die ersten Untersuchungen bei Mann und Frau abgeschlossen. Um zu erkennen, ob Sie einen Eisprung haben und an welchem Zyklustag er stattfindet, gibt es unterschiedliche Methoden.
Zunächst wird Ihr Frauenarzt das Führen einer Temperaturkurve empfehlen. Dafür messen Sie jeden Morgen beim Aufwachen Ihre Temperatur und tragen sie in ein Kuein. Sie werden feststellen, daß die Körpertemperatur in der ersten Zyklushälfte etwa bei 36,5 Grad liegt. Wenn ein Eisprung erfolgt ist, steigt die Temperatur ein bis zwei Tage danach um 0,3 bis 0,5 Grad an. Die Kurve ist für Ihren Frauenarzt dann ein erster Hinweis, ob der Zyklus normal verläuft. Die Aussage der Temperaturkurve sind jedoch nicht immer zuverlässig.
Häufig sind deshalb noch weiterführende Untersuchungen wie Hormonanalysen und Ultraschallkontrollen erforderlich.
Wenn die Ergebnisse des Spermiograms normal sind und ein Eisprung regelmäßig stattfindet, empfiehlt der Frauenarzt oftmals einen "Postkoitaltest". Dabei wird etwa acht bis zwölf Stunden nach dem Geschlechtsverkehr Sekret aus dem Gebärmutterhals entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Jetzt läßt sich erkennen, ob in diesem Sekret bewegliche Spermien vorhanden sind oder ob möglicherweise eine Unverträglichkeit zwischen Spermien und Gebärmutterhals-Sekret vorliegt.

Durchgängige Eileiter, damit es zu einer Befruchtung kommt.

Wenn auch Postkoitaltest normal ausgefallen ist, wird Ihr Frauenarzt im nächsten Schritt untersuchen, ob die Eileiter durchgängig sind. In diesen Organen findet nämlich die Befruchtung statt - hier treffen Ei- und Samenzelle aufeinander. Der Kanal der Eileiter ist haarfein. Verwachsungen, zum Beispiel nach Entzündungen können ihn verkleben.
Eine genaue Diagnose bringt die Bauchspiegelung. Dabei wird meist im Vollnarkose ein kleines Sichtgerät durch den bauchnabel in den Bauchraum eingeführt. Mit einer farbigen Flüssigkeit prüft der arzt dann, ob der für die Befruchtung so wichtige Eileiter offen ist. Die bauchspiegelung zeigt aber auch, ob die Gebärmutter, die Eierstöcke und die Eileiter normal geformt sind. Der Arzt kann Verwachsungen erkennen und oft schon diesem Eingriff lösen. Verschlossene oder verwachsene Eileiter können auch durch eine mikrochirurgische Operation wieder durchgängig gemacht werden.
Wenn die Eileiter durchgängig sind und soweit auch alle anderen Funktionen bei Ihnen und Ihrem Partner als normal herausgestellt haben: lassen Sie den Kinderwunsch nicht zum Streß werden! Je mehr Sie sich auf das eine Ziel konzentrieren, um so größer ist womöglich die Wahrscheinlichkeit, daß es nicht klappt. Unterbrechen Sie die Behandlung einfach für eine Zeit und überdenken Sie Ihren Kinderwunsch nocheinmal. Vielleicht gibt es in Ihrem Zusammenleben gerade jetzt Schwierigkeiten, die eine Schwangerschaft behindern. Manchmal bewirkt auch ein Urlaub, das Abschalten vom Alltag, wahre Wunder.
Bei vielen Paaren, die sich schon mit der Kinderlosigkeit abgefunden haben, kündigt sich in einer entspannten Situation das ersehnte Baby dann plötzlich an. Wenn ein solch erfreulicher Zufall nicht eingetreten ist, wird Ihr Frauenarzt weitergehende behandlungsmöglichkeivorschlagen.

Hormone die eine Frau fruchtbar machen.

Das Zusamenspiel der Hormone, die den Eisprung auslösen und die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines befruchteten Eies vorbereiten, ist äußerst kompliziert. Wenn dieses System gestört ist, kanIhr Arzt mit einer Hormontherapie helfen. Diese Hormonangaben müssen richtig ausgewählt und vorsichtig dosiert werden. Während der Behandlung wird der zyklus durch Ultraschall- und Hormonkontrollen genau überwacht. Wenn dabei erkannt wird, daß zu viele Eizellen heranreifen, wird die Behandlung, die den Eisprung auslösen soll, nicht weitergeführt. In diesem Monat sollte auch kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden, da das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft besteht.

So kann dem mann geholfen werden.

Brachte das Spermiogramm schlechte Ergebnisse, sollte Ihr Partner zunächst unbedingt schädliche Einflüsse wie rauchen und übermäßigen Streß vermeiden. Aber auch die Medizin hat mehrere Möglichkeiten, die "Qualität" des Samens zu verbessern.
Wenn die Ursache der Störung zum Beispiel eine Krampfader im Hodenbereich ist, kann diese operativ entfernt werden.
Auch für den Mann gibt es Möglichkeit einer Hormonbehandlung. Wenn die Samenfäden nicht richtig ausreifen, kann der Hormonspiegel durcheinandergeraten sein. Eine erfolgreiche Hormontherapie erfordert beim Partner dann allerdings auch viel Geduld. Es dauert mindestens zwölf Wochen, bis die Hormonkur anschlägt und die Ergebnisse des Spermiogramms besser werden.
Wenn alle Methoden, die wir hier vorgestellt haben, keinen Erfolg hatten, gibt es noch weitere Möglichkeiten. Dies sind allerdings aufwendigere Techniken, die für beide Partner belastend sein können. Die Krankenkassen übernehmen auch für diese Maßnahmen bis zu einem gewissen Umfang die Kosten.


Insemination, damit die Spermien leichter zum Ei finden.

Eine der möglichen Methoden ist die Samenübertragung (Insemination). Sie wird angewandt, wenn die Menge der Samenzellen reduziert ist oder wenn mehrmals keine beweglichen Samenzellen im Gebärmutterhals-Sekret beobachtet wurde.
Der Frauenarzt führt das Sperma mit einem weichen Katheter durch die Scheide bis in die Eileiter. Damit wird der Samen direkt an den Ort der Befruchtung gebracht. Der Samen muß dazu vor der Behandlung im Labor aufbereitet werden.
Eine andere Möglichkeit der Insemination ist der sogenannte "intratubare gametentransfer" (GIFT). auch bei dieser Methode findet die Befruchtung im Körper der frau statt. Dabei werden Samen und Eizellen über eine Bauchspiegelung oder durch die Scheide in den Eileiter eingebracht.

Die Befruchtung im Reagenzglas - In-vitro-Fertilisation.

Für viele kinderlose Ehepaare ist die In-Vitro-Fertilisation die letzte Chance, doch noch zu eigenen Kind zu kommen. Bei dieser Methode werden Ei- und Samenzellen außerhalb des Körpers (extrakorporal) zusammengebracht.
Sie kann allerdings mit großen körperlichen und psychischen Belastungen verbunden sein und sollte deshalb sorgfältig überlegt werden.
Die In-vitro-Fertilisation, so der Fachausdruck für die Zeugung im Reagenzglas, kann angewendet werden, wenn die Eileiter so verschlossen sind, daß eine mikrochirurgische Operation wenig Aussicht auf Erfolg hat; aber auch, wenn keine eindeutige diagnistizierbaren Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch zu finden sind.

 

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